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Oreganoöl

Oregano macht nicht nur italienisches Essen zu einer schmackhaften Delikatesse, als ätherisches Öl wird es wirkungsvoll als Heilmittel eingesetzt. Oregano enthält ähnlich wie Thymian und Bohnenkraut viel Carvacrol, was äußerst desinfizierend wirkt. Zudem hat es ein breites Wirkspektrum, dazu gehören unter anderem eine fungizide, antibakterielle, antivirale sowie antiparasitäre Wirkungen. Eingesetzt wird ätherisches Öl aus Oregano bei Entzündungen der Atemwege, Harnwege, des Lymphsystems und des Verdauungstraktes. Außerdem hilft es bei Befall von Amöben im Darm, Befall der Haut durch Parasiten und bei Lippenherpes. Das Öl des Oregano löst Schleim der Atemwege, unterstützt die Verdauung, wirkt krampflösend im Magen-Darm-Bereich und ist appetitanregend. Eine äußerliche Anwendung hilft bei Rheuma, Migräne und infizierten Wunden.

Salbeiöl

Auch Salbeiöl verfügt über ein großes Wirkspektrum und wird überwiegend bei Krankheiten im Hals-Nasen-Ohrenbereich eingesetzt. Dazu zählen sämtliche virale und bakterielle Entzündungen wie Halsschmerzen, Mandelentzündung, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung und Lungenentzündung. Salbeiöl verfügt über hohe entzündungshemmende Eigenschaften, die gegen viele Bakterien wirken. Dazu zählen Klebsiealla, Streptokokken, Kolibakterien und Pseudomonas. Antiviral wird Salbei bei Darmbeschwerden eingesetzt, als äußerliche Anwendung hilft es bei Zahnfleischentzündungen und Hautentzündungen. Salbeiöl sollte innerlich als auch äußerlich nur unter fachkundiger Aufsicht angewendet werden. Der Grund dafür liegt beim Keton, das diese Pflanze in hoher Konzentration enthält. Ketone sind Wasserstoffmoleküle, die unter anderem als Aceton bekannt sind. Bei einer Überdosierung mit Keton kann der Patient unter Halluzinationen oder Hautirritationen leiden. Patienten mit Epilepsie wird von einer Einnahme und Anwendung von Salbeiöl gänzlich abgeraten.

Eukalyptusöl

Eukalyptus wächst überwiegend in Australien. Insgesamt gibt es über 600 Sorten dieser zu den Myrtengewächsen zählenden Pflanze. Es gilt als Allheilmittel, besonders bei den Ureinwohnern Australiens. Vorwiegend jedoch wird die Sorte „Eukalyptus globulus“ als Heilmittel eingesetzt. Er wird auch gewöhnlicher oder blauer Eukalyptus genannt. Das Eukalyptusöl enthält eine nach Kampfer riechende Flüssigkeit, das Cineol, welches nach der Einnahme über die Lunge wieder ausgeschieden wird. Seine Anwendung findet Eukalyptus globulus bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis und Erkältungskrankheiten aber auch bei Kehlkopf- und Mittelohrentzündungen. Grund dafür ist die entzündungshemmende, schleimlösende, auswurffördernde sowie antibakterielle Wirkung des Öles. Eukalyptus wird nicht nur innerlich und äußerlich in herkömmlicher Weise angewandt, sondern auch in Form von Inhalationen, Einreibungen, Badekonzentrat und Nasensalbe. Eukalyptusöl findet sich ebenfalls in homöopathischen Medikamten gegen Erkältungskrankheiten und Erkrankungen der Atemwege. Sehr effektiv ist Eukalyptus auch bei Soor (Mundpilz) und bei wunder Haut bei Babys im Windelbereich, da das Öl gegen Staphylokokken und Candida-Dermatosen (Hautentzündungen) wirkt.

Teebaumöl

Das Teebaumöl gehört wie der Eukalyptus zu den Myrtengewächsen und kommt ebenfalls aus Australien. Es gilt als eines der wichtigsten natürlichen Öle. Es wirkt antibakteriell und wird durch Dampfdestillation der Teebaumblätter gewonnen. Man kann dieses pflanzliche Öl als Alleskönner bezeichnen, da es vielseitig einsetzbar ist. Sogar in der Kosmetik gibt es Teebaum als Zusatz in Shampoo oder Cremes. Durch seine antibakterielle Wirkung bekämpft es effektiv Viren, Pilze und Bakterien. Unter anderem enthält Teebaum Cineol, Terpinen und Myrthen. Diese Hauptstoffe sind wundheilend und pilztötend, daher wird Teebaumöl sehr gerne zur Bekämpfung von Hautkrankheiten wie Akne oder Fußpilz genommen. Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass sie nicht nur körperlich gegen Erreger wirkt, sondern sie hilft sogar der menschlichen Psyche. Teebaum spendet Kraft und nimmt Ängste. Oftmals stärkt es sogar das Selbstvertrauen des Patienten. Wer Teebaumöl zur Bekämpfung seiner Krankheit nehmen möchte, sollte unbedingt das reine Teebaumöl ohne Zusätze benutzen, da sonst die Stoffe nicht richtig wirken und eventuelle Nebenwirkungen auftreten. Wenn Teebaumöl äußerlich angewendet wird, sollte die Haut hinterher mit Mandel- oder Jojobaöl eingecremt werden, da das Öl die Haut austrocknet.

Zitronenöl

Zitronenöl wird überwiegend bei Erkältungskrankheiten und Grippe genommen. Das liegt daran, dass ätherisches Öl aus Zitronen über antivirale und antibakterielle Eigenschaft verfügt. Es ist sogar so vielseitig in seiner Wirkung, dass es mit anderen ätherischen Ölen gemischt werden kann. Zu finden ist dieses Rautengewächs im gesamten Mittelmeerraum. Neben seiner optimalen Wirkung bei Erkältungskrankheiten ist Zitronenöl stark desinfizierend, es senkt Fieber und fördert sogar die Verdauung. Wer unter Krampfadern oder schwachen Venen leidet, reibt und massiert das ätherische Öl der Zitrone auf die Beine. Es verdünnt nämlich das Blut und stärkt die Venen. Dafür kann das Zitronenöl gerne mit Jojoba- oder Orangenöl gemischt werden. Letztlich entfalten sich seine Aromen so gut, dass es sogar auf unsere Psyche wirkt. So ist das Öl hervorragend bei Prüfungen geeignet, da dadurch die Konzentration gesteigert wird und die Nerven beruhigt werden. Nach dem Einreiben mit Zitronenöl sollte man den direkten Kontakt mit Sonnenstrahlen vermeiden. Zitrone macht die Haut lichtempfindlich. Dafür bietet dieses Öl ein absolutes Highlight: Zitronenöl reinigt und desinfiziert die Raumluft! Dafür eignen sich Duftlampen. In einer französischen Studie wurde bewiesen, dass Zitronenöl innerhalb von nur 20 Minuten Meningokokken abtötet und innerhalb von zwei Stunden sogar Pneumokokken.

Nelkenöl

Weitläufig bekannt ist die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung von Nelken. Nicht selten wird geraten, bei Zahnschmerzen eine Nelke neben oder in den schmerzenden Zahn zu stecken. Verantwortlich dafür ist der in der Nelke enthaltene Wirkstoff Eugenol. Diese organ-chemische Verbindung wird von Zahnärzten bei der Behandlung von Zahnmark- sowie Zahntaschenentzündungen unterstützend verwendet. Eugenol besitzt lokal betäubende Eigenschaften und ist antibakteriell. Bakterien werden somit optimal bekämpft. In der Regel wird es auf das Zahnfleisch und das betroffene Gebiet eingepinselt. Nelkenöl kann sogar begleitend bei einer Therapie gegen Tuberkulose und Hepatitis eingesetzt werden. Dort helfen die antiviralen Eigenschaften bei Inhalation und Einreibung. Im Einsatz gegen Parasiten zeigt Nelkenöl, was in ihm steckt. Nicht nur Milben und Kopfläuse haben etwas gegen den Duft von Nelken, auch Moskitos bleiben außer Reichweite, sobald sie diese Pflanze riechen. Das Öl von Nelken sollte jedoch nur punktuell auf die Haut aufgetragen werden, da es bei falschem Gebrauch Hautreizungen hervorrufen kann. Wenn es nicht mit anderen Ölen gemischt werden soll, dann unbedingt die korrekte Verdünnung mit Wasser beachten.

Melissenöl

Melisse ist nicht nur in Salaten oder leichten Speisen eine leckere Zugabe, sie dient in hohem Maße der Medizin. So gibt es unter anderem Tee mit Melisse, der Bauchschmerzen und Magenkrämpfe lindert. Diese nektarreiche Pflanze kann aber noch mehr. So zum Beispiel hilft es als Mischung mit Engelwurz und Kardamom bei Erkältungen und Wetterfühligkeit. Die in der Melisse enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe sowie Mineralsalze kämpfen erfolgreich gegen Viren an. In ganz besonderem Maße gilt das für Herpesviren. Melisse beschleunigt deren Heilung und sorgt dafür, dass sich neue Viren nicht anheften können. Selbst bei Herpes Viren Typ 2 im Genitalbereich hilft die Kraft der Melisse. Insgesamt kann diese Pflanze mit dem leichten Duft von Zitrone bei vielen Leiden helfen. Dazu zählen Ohrenschmerzen, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden und Gallenbeschwerden.

Niaouliöl

Im Kampf gegen die multiresistenten Keime ist Niaouliöl ebenfalls sehr wirksam. Dieses Öl wirkt antiinfektiös und antibakteriell, in verdünnter Version kann es selbst auf Schleimhäuten aufgetragen werden. Gepflückt wird dieses Myrtengewächs auf Madagaskar. Es ist ein 100 % reines Naturöl. Dem Geruch nach ähnelt es dem Eukalyptus und wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen. Bei Erkrankungen der Atemwege hilft Niaouliöl mittels Inhalation, wo es antiseptisch und antiviral wirkt. Äußerst nennenswert ist sein Einsatz in der Strahlenschutztherapie. In Kombination mit Sanddornöl wird es zur Bestrahlungsprophylaxe und Nachbehandlung erfolgreich eingesetzt. Zudem beugt es Strahlungsschäden vor. Besonders wirksam ist dieses Öl gegen Erreger und Keime wie MRSA, Enterokokken (der Harnwege) und Mykobakterien (Lunge). Bei Bronchitis oder Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) wird es im Brustbereich verdünnt eingerieben. Bei fungiziden Erkrankungen der Schleimhaut im Genitalbereich werden Bäder mit Niaouliöl verordnet. Selbst bei kleinsten Schürf- und Schnittwunden kann das Öl angesetzt werden. Es reinigt die verschmutzten Wunden und verhindert die Narbenbildung.

Rosmarinöl

Rosmarin kommt ursprünglich aus Marokko und ist ideal für die äußerliche Anwendung. Es wirkt stark durchblutungsfördernd und wird daher vorwiegend zum Einreiben bei Gelenk- und Muskelbeschwerden sowie bei Rheuma und Nervenschmerzen eingesetzt. Rosmarin bekämpft Erreger wie Streptokokken, Klebsiella (Lungenentzündung, Hirnhautentzündung) und E.coli Bakterien (Darmbakterien). Rosmarin hat eine fungizide Wirkung, das heißt, es kann Pilze abtöten. Deswegen findet es oft seinen Einsatz bei Pilzinfektionen, insbesondere bei vaginalen. Ein Tee aus Rosmarin bekämpft wirksam und schonend eine Blasenentzündung, indem er harntreibend und entzündungshemmend wirkt. Dies liegt an der Säure des Rosmarins, die das Enzym COX-2 beinhaltet, welches Entzündungsprozesse voran treibt.